Filmseminar
Dieses Filmwochenende auf der Frankenwarte (20.10. - 22.10.2006) bietet einen Einblick in die Vielfältigkeit des Filmschaffens in Afrika und die Möglichkeit, eurozentrische Blickweisen auf afrikanische Realitäten zu hinterfragen. Kooperationsveranstaltung mit der Initiative Südliches Afrika e.V. (INISA) und der Akademie Frankenwarte.
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>>> African Perspectives >>> Filmfestival
Das Filmschaffen in Afrika und die jungen afrikanischen Filmkulturen
Jenseits der engen Perspektive europäischer und us-amerikanischer Medien, die Afrika auf seine Misere oder Exotik reduzieren, bieten afrikanische Filme einen differenzierten Einblick in die Vielfalt des Kontinents und dessen aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen. Trotz oft auswegloser finanzieller und struktureller Probleme hat sich in den vergangenen Jahren ein gesellschaftskritisches Kino mit hohem realistischen Anspruch entwickelt, hervorgebracht durch eine neue Generation von Filmemachern und Filmemacherinnen. Dieses Seminar bietet einen Einblick in die Vielfältigkeit des Filmschaffens in Afrika und die Möglichkeit, eurozentrische Blickweisen auf afrikanische Realitäten zu hinterfragen.
Eine Kooperation zwischen AfricAvenir International e.V., der Initiative Südliches Afrika e.V. (INISA) und der Akademie Frankenwarte.
Anmeldung bei Margarete Grzegorczy:
E-Mail: Margarete.Grzegorczyk[at]frankenwarte.de; Fon: 0931 / 80 464-214; Fax: 0931 / 80 46477; Stichwort: Seminar-Nr.: 107456 / 4205
Teilnahmebeitrag: € 85,00;
Voraussetzung für die Teilnahme sind (passive) Kenntnisse der englischen Sprache
Adresse:
Gesellschaft für Politische Bildung e.V.
Leutfresserweg 81 - 83
97082 Würzburg
Postfach 55 80
97005 Würzburg
Fon: 0931 / 80464-214
Fax: 0931 / 80464-77
info@frankenwarte.de
www.frankenwarte.de
Zielgruppe:
Politisch und sozio-kulturell interessierte Bürger und Bürgerinnen
Lernziele:
Den TeilnehmerInnen soll anhand ausgesuchter Beispiele ein Einblick in das Filmschaffen Afrikas vermittelt werden. Ziel ist es, den Kontinent Afrika mit dem Medium Film als heterogenen Kulturraum vorzustellen sowie die Kenntnisse über Afrika und den kulturellen Reichtum der Länder zu vertiefen. Die Teilnehmenden sollen befähigt werden,
- die Traditionslinien, die Konflikte und die Innovationen im afrikanischen Film besser erkennen zu können
- zu erkennen, dass der eurozentristische Blick die Wahrnehmung der reichen Kultur Afrikas trübt
- ein differenziertes Bild Afrikas in gesellschaftspolitischen Diskussionen besser vertreten zu können
Zugänglichkeit:
Das Seminar ist von der Akademie Frankenwarte allgemein für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger offen, zusätzlich angeschrieben wurden alle Personen in der Interessentendatei der Akademie Frankenwarte. Darüber hinaus wurde das Seminar öffentlich im Internet (www.frankenwarte.de/programm/) ausgeschrieben.
Seminarleitung:
Georg Rosenthal; Dipl.-Kfm, Akademieleiter, Würzburg
René Gradwohl; Dipl.-Politologe, Filmteam AfricAvenir – INISA, Berlin
Daniel Bendix; Student der Politikwissenschaften, Filmteam AfricAvenir – INISA, Berlin
Seminarteam:
Julien Enoka Ayemba, Diplom-Medienberater, Berlin
Dr. Marie-Hélène Gutberlet, Wiss. Mitarbeiterin am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Universität Frankfurt am Main
Marc Heinz, Journalist, Bonn
Oliver Schmitz, Regisseur und Drehbuchautor aus Südafrika, Berlin
Jean-Marie Teno, Regisseur aus Kamerun, Issy-Les-Moulineaux (angefragt)
Programm
Freitag, 20.10.2006
- Anreise bis 18 Uhr
- 18.00 Uhr Abendessen
- 19.00 - 19.15 Uhr Begrüßung, Vorstellungsrunde
- Einführung in das Seminar: “Das Filmschaffen in Afrika und die jungen afrikanischen (Film)kulturen“
- 19.15 - 20.30 Uhr Film Le Clandestin von José Laplaine, Zaire, 1995, OmU, 15 min, Impulsreferat mit anschließender Diskussion zum Thema: Die derzeitige Lage des Afrikanischen Films mit Dr. Marie-Hélène Gutberlet
- 20.30 - 22.15 Uhr Film Mossane von Safi Faye, Senegal, 1996, OmU, 105 min – Leitthema: Erwachsen werden in Westafrika
Samstag, 21.10.2006
- 7.45 - 9.00 Uhr Frühstück
- 9.00 - 11.00 Uhr Film Mapantsula von Oliver Schmitz, Südafrika/ Australien/Großbritannien, 1988, 109 min, mit anschließender Diskussion zum Film unter dem Leitthema: Erfahrungen aus zwei Jahrzehnten Filmschaffen in Südafrika, Diskussion mit Oliver Schmitz
- 11.00 - 13.00 Uhr Film Hijack Stories von Oliver Schmitz, Südafrika/Deutschland/Frankreich, 2001, OF (engl.) 94 min mit anschließender Diskussion zum Film unter dem Leitthema: Sprachen und das Filmschaffen im „Neuen Südafrika“, Diskussion mit Oliver Schmitz
- 13.00 - 14.00 Uhr Mittagessen und Pause
- 14.00 - 16.00 Uhr Film Le Malentendu Colonial von Jean-Marie Teno, Kamerun/Frankreich/Deutschland, 2004, OmEnglU, 78 min, mit anschließender Diskussion zum Film unter dem Leitthema: Koloniale Vergangenheitsbewältigung, Diskussion mit Jean-Marie Teno
- 16.00 - 16.15 Uhr Pause
- 16.15 - 18.00 Uhr Dokumentarfilm Le Mariage d´Alex von Jean-Marie Teno, Frankreich/Kamerun, 2002, OmEnglU, 45min (angefragt), mit anschließender Diskussion zum Film unter dem Leitthema: Polygamie - Liebe, Familie und Partnerschaft in Afrika, Diskussion mit Jean-Marie Teno
- 18.00 Uhr Abendessen
- 19.30 - 21.00 Uhr Festival der Filmkulturen in Namibia und Swasiland – Afrikanisches Kino zwischen Anspruch und Wirklichkeit, Vortrag und anschließende Diskussion mit Marc Heinz
Sonntag, 22.10.2006
- 07.45 - 9.00 Uhr Frühstück
- 9.00 - 10.15 Uhr Die Videofilmindustrie aus Nigeria und afrikanischer Film - Eine Alternative oder ein Widerspruch? Vortrag und anschließende Diskussion mit Julien Enoka Ayemba
- 10.15 - 10.30 Uhr Pause
- 10.30 - 12.00 Uhr Film Max and Mona von Teddy Mattera, Südafrika, 2004, OmEnglU, 98 min, mit anschließender Diskussion zum Film unter dem Leitthema Stadt und Land in Afrika, Diskussion mit Rene Gradwohl und Daniel Bendix
- 12.00 - 12.30 Uhr Zusammenfassung der Seminarergebnisse Abschlussgespräch und Auswertung, Georg Rosenthal/Rene Gradwohl/Daniel Bendix
- 12.30 Uhr Mittagessen
- Ende des Seminars nach dem Mittagessen
Sie sind herzlich zu diesem Seminar eingeladen. Der Teilnahmebeitrag in Höhe von 85,00 € schließt Programm, Unterkunft im Zweibettzimmer und Verpflegung (ohne Getränke) ein.
Alle Zimmer verfügen über Dusche, WC sowie Telefon mit Internetanschlußmöglichkeit. Empfang, Restaurant und ein Tagungsraum sind rollstuhlfreundlich erreichbar. Die Toiletten in Haus 1 sowie ein Gästezimmer sind behinderten-gerecht ausgestattet. Alle Gästezimmer sind Nichtraucher-Zimmer. Haustiere dürfen leider nicht mitgebracht werden.
